Eine Meisterschaft mit richtig Wind zum Fliegen!

 

Vom 24. bis 28.05. fand die Internationale Deutsche Meisterschaft der Piraten auf dem Dümmer beim SVH statt.

Das wichtigste vorweg: Die Windvorhersage versprach anstrengende und schnelle Wettfahrten. Je nach Vorhersage mit 23 oder 28 kn Wind in Böen und das die ganze Woche!

Am Dienstag ging es mit der Vermessung los, bei der die ABC Boote fast unbeanstandet durchkamen. Lediglich bei einem Groß musste das Top nachgeschnitten werden. Bei der KV- Versammlung an diesem Abend wurde berichtet, dass es noch nicht feststeht ob und wenn ja, wann das Jugendalter für Meisterschaft geändert wird.

 

Am Mittwoch ging es um 13:00 mit der ersten Wettfahrt los. Leider hatte ich es trotz aller Bemühungen nicht geschafft, mich von der Anwesenheitspflicht an einem Seminar am Mittwochmorgen in der Uni befreien zu lassen. Als ich in der Uni saß und auf den gemessenen Wind am Dümmer schaute war meine Laune dementsprechend. Am Dümmer kam ich erst an, als die anderen Boote nach ihrer zweiten Wettfahrt vom Wasser kamen.

Wir starten also in die Meisterschaft mit zwei nicht gestarteten Läufen. Bei 58 teilnehmenden Booten sind das ganz schön viele Punkte. Nichtsdestotrotz starteten wir voller Vorfreude in die Meisterschaft und kredenzt zum Abschluss des Tages Nudeln an Pesto mit Reibekäse.

 

Am Donnerstag hatte der Wind kein bisschen nachgelassen und da für Freitag sogar noch etwas mehr angekündigt war, sollten an diesem Tag vier Wettfahrten gesegelt werden und das taten wir auch.

Auf den Kreuzen war der Traveller fast die ganze Zeit in Lee. Auf den Vorwindern und Raumkursen kam man schon ohne Spi auf die Glitsche und wenn der Spi stand, wurde es so richtig schnell. Hängen musste man den ganzen Tag.

Bei den Starts kamen wir in den ersten beiden Läufen gut weg und auch auf den ersten Kreuz waren wir schnell. Das Dreieck, das in der ersten Runde gesegelt wurde, sorgte dafür, dass das Feld ganz schön auseinandergezogen wurde. Umso wichtiger also früh um das Luv Fass zu kommen.

Zur dritten Wettfahrt wurde der Kurs von zwei auf drei Runden geändert. Nicht dass der Kurs nicht vorher auch schon anstrengend war, aber dieses Rennen verlangte den Teilnehmern mit noch ein bisschen mehr Wind wirklich alles ab.

 

Schon auf der Startkreuz hatte ich Krämpfe in beiden Armen, was das Steuern echt schwierig macht. Die Beine waren müde vom Hängen und der Bauch konnte auch nicht mehr. Endlich an der Tonne angekommen kam der erste Raumkurs. Mit dem Geschwindigkeitsrausch waren auch alle muskulären Wehwehchen vergessen. Etwas Glück hatten wir dann noch, da wir die Schifte schon vor der Raumtonne setzen konnten und machten bei diesem Manöver einige Plätze gut.

Als das Ziel auf der letzten Kreuz in Sicht kam waren wir tatsächlich froh, dass wir sowohl nach vorne als auch nach hinten einen uneinholbaren Vorsprung hatten und unsere Kräfte etwas für die vierte Wettfahrt schonen konnten.

 

Durchs Ziel gesegelt gab es obendrauf zur Stärkung noch einen kleinen Snack auf dem Wasser, um die Reserven ein letztes Mal zu mobilisieren.

Zur vierten Wettfahrt wurde der Kurs dankenswerter Weise wieder auf zwei Runden verkürzt. Beim Start der vierten Wettfahrt waren wieder mal fast alle Boote auf den Punkt auf der Linie. Timing bei viel Wind scheint deutlich einfacher zu sein, denn auch auf den Videos vom Startschiff ist zu sehen wie knapp es überall herging.

 

Bilanz zum Donnerstag:

  1. Lernen durch Überforderung funktioniert ist aber anstrengend
  2. Alle Crews kamen erschöpft an Land
  3. Das Material litt genauso wie der Körper

Im Gegensatz zum Morgen, als wir noch den Spi zogen, um zur Regatta Bahn zu kommen, ließen sämtliche Crews den Spi auf dem Weg zurück in den Hafen eingepackt.

Auch wenn alle nach dem langen Tag auf dem Wasser müde waren, ging es noch nicht ins Bett, denn am Freitag hatte Nick Geburtstag. Mit dem Sport war es also noch nicht vorbei und wir spielten noch eine Runde Flunkay-Ball und feierten bis kurz nach Mitternacht.

 

Der Freitag begann mit einer Startverschiebung an Land. Den meisten kam das nach dem anspruchsvollen Vortag ganz recht und der Wind war wirklich grenzwertig stark. Trotzdem hätten wir uns gefreut, bei den anspruchsvollen Bedingungen noch mehr Läufe zu segeln.

Mittags wurde dann bekannt geben, dass an diesem Tag keine weiteren Wettfahrten stattfinden würden, sodass wir kurzerhand ins Schwimmbad gingen. Hier konnte man nicht nur solange man wollte unter der Dusche stehen, sondern auch mit Bellen im Schwimmerbecken spielen, planloses Aqua Aerobic für U30 jährige initiieren oder sich Schwimmflügel an Arme und Beine anziehen und im warmen Becken treiben lassen.

Tages Tipp für den Freitag: Bestell in der Pizzeria ums Eck keine kleine Pizza!

 

Auch am Samstagmorgen hatte der Wind ein kleines bisschen abgenommen und somit ging es noch einmal aufs Wasser. Während der ersten Wettfahrt ließ der Wind weiter nach und zum ersten Mal kamen wir auf dem Vorwinder nicht ins Gleiten. Auch auf der Kreuz gab es immer wieder Flecken, an denen wir nicht komplett ausreiten mussten. Leider verloren wir auf der Zielkreuz noch zwei Boote doch auch mit dieser Platzierung waren wir sehr zufrieden. Nach der Wettfahrt frischte der Wind deutlich auf und da er auch nach einer kurzen Startverschiebung nicht erneut abgenommen hatte wurden alle Boote in den Hafen geschickt. Durch den vorherigen Tag an Land ausgeruht nutzen wir dieses mal jedoch die Gelegenheit und fuhren nach einer kurzen extra Kreuz mit Spi in den Hafen.

Auch wenn der Wind schon während des Reinfahrens abnahmen liefen wir am Samstag nicht erneut aus.

 

Die souveränen Gewinner der Meisterschaft wurden Frieder Billerbeck und Julius Reitel. Platz zwei sicherten sich Svenja Thoroe und Butze Bredt. Ebenfalls auf Treppchen segelten Ben Uerlichs und Michael Bünten vom SSCR. Herzlichen Glückwunsch!

 

Der ABC war mit 5 Booten bei der Meisterschaft stark vertreten, auch wenn die Bedingungen gerade für die leichten Crews sehr anspruchsvoll war. Am Ende standen die Platzierungen wie folgt fest:

 

Fynn Ausborm (SVB) und Henny Junge                     Platz 10

Tobias Call und Nick Houben                                     Platz 12

Maria Röttgger (SVB) und Gwendolyn Menzer         Platz 47

Simon Praglowski und Mark Comanns                       Platz 56

Paula Meid und Moritz Meid                                      Platz 57

 

Wir bedanken uns beim SVH für die großartige Verpflegung an Land und herrliche Rennen auf dem Wasser.

 

GER 4453 Tobias Call und Nick Houben

Endlich wieder Rurseetage! Piraten U20 Regatta am 11.-12.6.

Windvorhersage:

Samstag –> wenig Wind und Sonne

Sonntag –> noch weniger Wind und ebenfalls Sonne

15 Piraten am Start

Zuerst wurde uns bei der Steuermannsbesprechung erklärt, wie das mit den Starts und Zieleinläufen funktioniert mit 3 Klassen gleichzeitig. Hörte sich erstmal kompliziert an, wenn eine Klasse startet, während auf der anderen Seite vom Startschiff der Zieleinlauf der anderen Klasse passiert. Aber im Laufe des Tages stellte sich heraus, dass das gar nicht so kompliziert ist.

Nun Boot aufgebaut und ab auf’s Wasser. Pünktlich um 13 Uhr konnte der Start erfolgen. Nach der Dyas Flotte wurden wir Piraten angeschossen und nach uns dann die Finns. Zwischendurch schlief der Wind komplett ein, kam aber ein bisschen wieder, sodass der Lauf zu Ende gesegelt werden konnte. Doch ist es ein bisschen blöd, wenn gerade kein Wind ist und die anderen auf dem Spikurs von hinten mit Wind kommen und mal eben an dir vorbeifahren. (Schweinerennen) Der Kurs war erst zur 5, zur 2 und dann zum Ziel in der Nähe der 3.

Die nächsten Läufe waren dann kleinere Kurse und nur eine Runde. Den ersten Lauf gewannen Moritz und Oscar Henn. (ABC) Den zweiten Lauf konnten wir Jakob Basilius und Ich (Paula Meid) für uns entscheiden. Den Ersten im dritten Lauf holten sich Moritz und Oscar und den letzten Lauf an diesem Tag gewannen Marius Dufke und Jan Niehus.(DRS)

Jedoch gab es beim vierten Lauf Bahnverkürzung durch den komplett weggehenden Wind.

Sonntags sah der See morgens erstmal nicht sehr vielversprechend aus. Pünktlich jedoch zum Start kam etwas Wind auf. Doch auch dieses Mal schlief der Wind ein bisschen ein, sodass es erneut Bahnverkürzung gab. Den letzten und 5ten Lauf gewannen Malte Treder (YCR) und Ben Otto (SCJ).

Insgesamt gewannen Moritz und Oscar Henn (ABC) mit nur 1 Punkt vor uns, Jakob Basilius und mir. Dritter wurden Malte und Ben.

Danke an alle die helfenden Hände und die Regattaleitung. Trotz gleichzeitigem Start und Zieleinfahrt von 3 Bootsklassen hatte die Regattaleitung alles gut im Griff und es hat wunderbar funktioniert.

Wir hoffen, dass nächstes Jahr noch mehr an den Rurseetage U20 teilnehmen werden. Dies auch als perfekte Vorbereitung auf die IDJM nächstes Jahr, die 2023 unser Aachener Boots-Club am wunderschönen Rursee ausrichten wird. => Also Piraten: SAVE THE DATE: IDJM 2023 17.-22.Juli 2023.

Paula Meid, GER 4432

Zeitraum: 16.04.22 – 23.04.22

Skipper: Henny

Crew: Anja, Tess, Lotte, Andi, Nancy, Regine, Gwendolyn

Boot: Elan 45.1 „Albatros“

Heimathafen: ACI Marina Trogir

 

Endlich war es wieder so weit. Ohne Doppelstock, dafür mit neu erlangtem SBF Saufen und Ostergras im Gepäck ging es ab nach Amsterdam zum Flughafen.

3,5 ABC Mitglieder plus 4,5 restliche Crewmitglieder stellten sich 10 Minuten an der Gepäckabgabe und Sicherheitskontrolle an. Drei Stunden später, nach exquisitem Warten, erreichten wir dann im Laufschritt den Flieger nach Split.

In der ACI Marina Trogir fanden wir schnell unsere 45 Fuß Jolle am Steg. Die „Albatros“ ist eine Elan 45.1 von 2021. Die Übernahme lief flott von statten, es fehlte nur ein Ding zum Ablegen. Also lief Henny los zum Vercharterer und holte einen Pfannenwender. Fertig zum direkten Ablegen fehlte nur noch ein großer Topf. Also lief Henny los zum Vercharterer und holte einen großen Topf. Endlich fertig zum Ablegen fehlte nur noch eine Klobürste. Also lief Henny los zum Vercharterer und holte eine Klobürste. Denn für zwei Klos sind drei Klobürsten besser als eine, denn Lotte ist zwar zu gut im Suchen aber schlecht im Finden.

Fertig zum Ablegen fehlte nur noch eine Taschenlampe. Also lief Henny los und holte eine Taschenlampe beim Vercharterer, der uns daraufhin mitteilte: „You not leave!“ Das hatte er gut erkannt denn bei uns an Bord fehlten noch Avocados und Küchenrolle. Na gut, vielleicht lag es auch an der angekündigten Bora.

Nach einer leckeren Bolognese ließen wir den Abend gemütlich ausklingen.

Tipp des Tages: Schreibe Dir keine Liste für den Vercharterer, denn jeder Gang macht schlank!

Nach einem ausgiebigen Osterfrühstück mit ausreichend Ostergras, stellten wir fest, dass der Marinero immer noch Recht hatte und zu viel Osterbora war.

Gwennelynn und Lotte entdeckten auf dem Nachbarboot ein bekanntes Gesicht! Mauricio aka Skipperstripper aka Osterwunder von Trogir! (Den Beiden von einem früheren Törn auf Malle als Skipper bekannt)

Statt zum Vercharterer zu gehen, entschieden wir uns dieses Mal für Ostereis, und zum Eisessen braucht man schließlich keine Wasserflasche, sorry Anja. Gestärkt entschieden wir uns für einen kleinen Osterspaziergang. 2 Stunden und 500 Höhenmeter querfeldein (das ist ein Weg! Oder ein Flussbett?) später, war Reisegruppe Bergziege ziemlich ausgetrocknet und wir entschieden uns für ein Ostertaxi zurück, welches uns direkt vors beste Cevapcici Restaurant ablieferte. Dort tranken wir auch den typisch kroatischen Osterschnaps „Krassobitch“.

Abends feierten wir im kleinen Kreis mit der Skipperstripper-Crew aus Baden-Württemberg ruhig und konservativ das Osterfest.

Tipp des Tages: Habe immer eine Wasserflasche dabei und vertraue nicht Google Maps! Caralho!!!

Bevor uns der Marinero wieder festhalten konnte flüchteten am nächsten Morgen mit ziemlich kleinen Augen aufs Wasser. Endlich Segelbootfahren!!!

Mit einem erheiternden Osterlied auf den Lippen segelten wir bei schönem Achterlich bis Raumschots 35 Meilen nach Stari Grad auf Hvar in den Stadthafen. Der Wind war böig, stieg jedoch nie über 25 Knoten an. Die Albatros zeigte sich angenehm am Ruder und glitschte hin und wieder mit 8,5 Knoten die Welle runter.

In der Abendsonne genossen wir unser Abendessen und begutachteten die elektrisch ausfahrbare Gangway unserer Nachbaryacht und beneideten sie für ihr Osterblumengedeck.

Getarnt unter dem Deckmantel ein weiteres Ostereis essen zu wollen, machte sich Reisegruppe Bergziege parat. Da keine Eisdiele in Sicht war dezimierte sich die Reisegruppe und die wahren Bergziegen (Henny, Andi, Reggie und Gwennelynn) erklommen das Gipfelkreuz in der Hoffnung einen Snackstation zu finden. Leider gab es am „Holly Place“ Gipfelkreuz keinen Messwein, deshalb kehrten die nun bekehrten Pilger christlich konservativ zum Boot zurück.

Mit einem traditionell kroatischen Osterfußgruß verabschiedeten wir uns ins Bett.

Tipp des Tages: Mit einem roten Mazda kann man kein Gipfelkreuz erklimmen und es könnte dich jemand zuparken. Jesus oheoh!

An einem ganz normalen Dienstag im April, lernten wir zunächst etwas aus einer Vorlesung über Redeflussstörungen und testeten die örtlichen Duschen mit sinnflutartigem lauwarmen Wasserstrom (die waren Kacke).

Mit gesetzten Segeln fuhren wir die 28 Meilen nach Šćedro. Im Kanal zwischen Hvar und den Pakleni otoci wurde Couscous Salat gekocht, der als Suppe endete.

Der Wind schlief ein und die Unterwassergenua schob die letzten acht Meilen in eine einsame Bucht auf der Nordseite der Insel. Dort lagen wir schnell mit Bug- und Heckboje stabil.

Um unsere traute Einsamkeit zu stören, gesellten sich einige Franzosen zu uns (die waren kacke laut) und zeigten uns ihre très interessant, pheeenomenal Dinghi-Künste, sowie sämtliche Akrobatikkünste z.B den Jésus á l‘envers.

Reisegruppe Bergziege machte das Dinghi parat und es wurde Kurs auf die Insel genommen. Dort wurde ein weiteres Gipfelkreuz gesucht aber nur ein Feuerwehrauto gefunden.

Nun wurden 5 verschiedene Dips mit Knoblauch vorbereitet und in Wraps verarbeitet. Leider gab es zum Nachteil Aller nicht Hennys weltberühmte Guacamole, da es nirgendwo Avocados gab. Also gingen wir zwar satt, aber unglücklich ins Bett.

Tipp des Tages: Habe immer eine Avocado im Handgepäck!

Mittwoch: Endlich Bikinitussenwind! Nach einem erfrischenden Frühschwimmen in der kühlen Adria ging es weiter Richtung Korčula. Die über Nacht aufgefrischte Bora flaute immer weiter ab und der Bikini wurde Segelklamotte der Wahl. Als nur noch drei Knoten Wind standen motorten wir bis in die Enge zwischen Pelješac und Korčula. Dort setzte ein Düsenwind von Achtern ein, der uns bis in die ACI Marina Korčula trug. Da die Crew auf Sparflamme lief und sich lieber sonnte, fuhr Henny mehrere Q-Wenden als Halsenersatz. Insgesamt loggten wir am Mittwoch 28 Meilen.

Nach einem Anlegelimoncello, aus den universell einsetzbaren Bierpongbechern, gab es als Lokalspezialität eine eiskalte Dusche (die war richtig Kacke). Info: Der Techniker ist informiert!

Um uns auch in der landestypischen Cuisine weiterzubilden, suchten wir uns ein schnuckeliges Restaurant. Hier lernten wir: Fische sind Freunde und Futter!

Anmerkung: Das war lecker!

Abends nutzten wir den elektrischen Heizlüfter voll aus und bereiteten uns christlich konservativ auf den nächsten Segeltag vor.

Tipp des Tages: Nach einer kalten Dusche ist ein Heizlüfter von Vorteil.

6:00 Uhr, Weckerklingeln. Wir müssen nicht zur Arbeit, wir müssen segeln. Somit ist das Motivationslevel direkt gestiegen, besonders bei leichtem Nieselregen (es hat geschüttet) und gefühlten 2 Grad. Es steht Jugo, der über Tag bis auf 40 Knoten auffrischen soll.

8:00 Uhr, eingemuckelt in dickes Ölzeug machte sich Reisegruppe Reisegold zuerst langsam auf den Weg nach Milna auf Brač. Zuerst mit Wind von Achtern ließen wir Šćedro und Hvar Steuerbord liegen, um dann mit Halbwind die verbliebenen zehn Meilen nach Brač zu heizen. Leider vergaßen wir beim Vorwinder das Schwert unserer Jolle hochzuziehen. Sonst hätten wir die zwölf Knoten locker geknackt, so waren es nur zehn. Mit genügend Proviant und zwischenzeitlichen Ausfällen durch komatöses Schlafen, erreichten wir nach nicht einmal acht Stunden Fahrt und 47 Meilen im Kielwasser bei minimaler Welle die Marina. Tageshighlight: Delfinsichtung!

Im Hafen gab es viel von unserem Nachbarn zu lernen. Er war ein waschechter Profiskipper und wusste tatsächlich alles besser. Wir können gut mit Kritik umgehen, aber Niemand kritisiert unseren PROFISKIPPER!

Am Abend kochte Nancy erfolgreich ohne Salz und wir tranken den traditionell kroatischen Schüttelwein mit Ahoi-Brause, die unseren Tetrapack-Wein enorm aufwertete.

Nach einem traditionellen kroatischen Geburtstagsständchen für nicht anwesende Crewmitglieder (Heute kann es regnen), gab es zum ersten Mal den nicht traditionell kroatischen Strammen Max powered by Lotte.

Tipp des Tages: Habe immer Ahoi-Brause für schlechten Wein dabei!

Nach einem ausgiebigen Schönheitsschlaf und einem dreistündigen Brunch klingelte das Telefon und eine panische Vercharterin fragte uns, ob wir vergessen hätten zurückzufahren. Natürlich nicht, denn unser Profiskipper hatte perfekt kalkuliert. Nach einer perfekten Tonnenrundung erreichten wir pünktlich und entspannt den Heimathafen. Hier konnten wir schöne Anlegemanöver beobachten (Pitter Yachtcharter hat perfekt gewartete / geflickte?!? Katamarane). Tageslog: 16 Meilen.

Traditionell aßen wir am letzten Abend unserer Reise kroatisch-Italienische Pizza und testeten die kroatische Cocktailcuisine.

Diesmal fielen wir in das Boot der Skipperstripper-Crew ein, schließlich lagen unsere Taschen schon gepackt im Salon, und der Abend endete wie immer gemütlich christlich konservativ.

Tipp des Tages: Feiere den letzten Abend deines Törns, aber nicht auf deinem eigenen Boot.

Am nächsten Morgen mussten wir uns von unserer geliebten Jolle verabschieden. Nach einem ausgiebigen Frühstück verloren wir auch noch unseren Skipper bei einem Mannüberbord Manöver. Glücklicherweise wurde er von einer Skippertraining Crew aufgenommen und mit Ajvar und Knoblauch wieder aufgepäppelt.

Nun sitzen wir ohne Skipper, leicht übermüdet am Flughafen und warten auf unseren Flug. Diesmal dauerten die Gepäckaufgabe sowie Sicherheitskontrolle wirklich nur 10 Minuten.

Tipp des Tages: Stelle dich dabei nicht hinter Gwennelynn. Sie hat nur Glück in Gewinnspielen und nicht bei Warteschlangen.

Es war uns wie immer ein Vergnügen. Die Albatros wurde von uns insgesamt 154 Meilen bewegt, davon 125 unter Segeln. Für unseren nächsten Törn benötigen wir dennoch einige Optimierungen: Faltpropeller, Eismaschine, elektrische ausfahrbare Gangway, ein Dinghi mit Jakouzzy und Luft.

Da wir trotz Instaseminar und ständiger Insta-Präsenz kein günstiges Angebot von Pitter Yachtcharter erhalten haben bitten wir um günstige Angebote für Oktober 2022.

Bis zum nächsten Törn:

Anja, Gwendolyn, Henny&Tess, Reggie, Lotte, Nancy und Andi

Endlich war es wieder so weit. Mit zwei Kuchen, einhundert Pizzaschnecken und einem Doppelstock ging Logistik Call mit sieben Passagieren auf die Straße nach Steinhude. Anlass für diese Völkerwanderung war der Samowar der Piraten beim BSV am Steinhuder Meer. Die Nachhut bildeten die Gebrüder Henn inklusive Einzeltrailer und leider ohne Pizzaschnecken. Pünktlich um 19:25 kam die Reisegruppe am Gleis zwei an und wurde direkt vom örtlichen Pizza-Fypsi beliefert. Gestärkt konnten nun die Yachten aufgebaut werden. Anschließend wurde mit allen Piraten in Gwens Geburtstag reingefeiert.

Wer denkt, dass es um 09:30 noch Frühstück gibt, wenn das Frühstück von 08:30 – 09:30 angesetzt ist, der irrt. Glücklicherweise hatte die Reiseleitung für fünf Fußballmannschaften eingekauft und konnte den hungrigen Rest liebevoll verpflegen.

Gestärkt starteten wir in einen kurzen Segeltag. Zum Tag auf dem Wasser lässt sich folgendes sagen: Wind ja, Richtung nein.

Bei der ersten Wettfahrt war die Windstärke in Ordnung, es waren Böen bis vier mit dabei. Die für Steinhude eher ungewöhnliche Dreher von bis zu 40 Grad sorgten für reichlich Topfschlagen auf der Kreuz. Auf dem Vorwinder reichte es mit kleiner Welle und Böe so gerade um auf die Glitsche zu kommen.

In Wettfahrt zwei hat‘s erstmal geknallt. Direkt am Startschiff wurde das Ruderblatt der Gebrüder Henn fachmännisch zerlegt. Tipp des Tages: Mit einem ganzen Ruderblatt steuert es sich besser als mit zwei halben. Trotzdem hatte auch der Rest der Piraten mit den anspruchsvollen Windbedingungen allerhand zu tun. Einige Dreher sorgten für Luvkenterungen inklusive Schwimmbedingungen.

Danach flaute der Wind zusehends ab, blieb aber unstet. Lauf drei und vier begannen erstmal mit Frühstarts und allgemeinem Rückruf. Anscheinend hatten es einige eilig zum Buffet. Für uns gab‘s gratis Starttraining und noch zwei überraschungsreiche Läufe.

Nach einem anstrengenden und langen Segeltag wurden wir im Hafen mit Pizza und Getränken begrüßt. Bevor in den nächsten Geburtstag reingefeiert wurde, gab es eine ordentliche Stärkung am Buffet.

Am Sonntagmorgen erschienen alle Segler pünktlich zum Frühstück und konnten von der Terrasse die Flaute bestaunen. Das Frühstück wurde langgezogen, AP ging hoch und das Matratzenlager wurde aufgelöst. Zu den Bedingungen am Sonntag lässt sich sagen: Wind nein, Richtung nein.

Also wurden die Yachten flott eingetuppert und es wurde endgültig abgeschossen.

Nach einer kurzen und knackigen Siegerehrung sitzen wir jetzt im Reisebus und formulieren dieses Meisterwerk. Vielen fürs Lesen der Reisebroschüre. Wir hoffen Sie bald wieder bei uns an Bord begrüßende dürfen.

Ihr Logistik-Team Call

Tobi, Gwenne-Lynn, Henny, Timmy, Mark, Paula und Moritz, Oscar und nochmal Moritz

Am 07./08. Mai fand die Klenkes Regatta nach 2 Jahren Coronapause endlich wieder statt. Dieses Jahr waren erstmalig neben H-Booten und Kielzugvögeln auch Ausgleicher mit am Start, so dass alle segelbegeisterten Mitglieder die Möglichkeit hatten mit aufs Wasser zu gehen. Die Windvorhersage prognostizierte mit einer leichten Nordwestbrise nicht gerade optimale Bedingungen. Gemeldet waren 11 H-Boote, 11 KZV und 5 Ausgleicher. Ein drohendes Gewitter zog erfreulicherweise vorbei, so dass nach einer kurzen Startverschiebung der erste Lauf von unserem Wettfahrtleiter Hartwig Steege mit einem optimal gelegten Kurs gestartet werden konnte.

Abends war das Clubhaus sehr gut gefüllt. Das Thekenteam und die Regattaleitung hatten Essensausgabe und Bar super im Griff.  Unser neuer Präsident Christian Sichert eröffnete die Abendveranstaltung mit einer historischen Einordnung der Klenkes- und Printen-Regatta, die seit 1974 vom ABC durchgeführt wird. Die Stimmung war super und Micky konnte Jonke mit seinen gezielten Würfen beim Printenweitwurf unterstützen. Dank vieler helfender Hände konnte der gemütliche Abend bis spät in die Nacht ausgedehnt werden.

Der Sonntag begann für die meisten mit einem leckeren, gemeinsamen Frühstück im Clubhaus. Der Wind kam etwas mehr aus westlicher Richtung, so dass ein Kurs zwischen Tonne 2 und Kermeter ausgelegt wurde. Wechselnde Windverhältnisse würfelten das Feld im 2. Lauf ganz schön durcheinander. Der Wind legte peu à peu zu, so dass 2 weitere schöne Läufe gesegelt werden konnten.

Nach anschließendem Kranen der überwiegend auswärtigen KZV fand die Veranstaltung mit Siegerehrung und Kuchenbuffet einen schönen Abschluss. Bei den H-Booten gewann das Team Billig/Jumpertz/Juergens. Bei den KZV hatte das Team Brüning/Stiefken die Nase vorn.  Bei den Ausgleichern konnten sich Steffi Meid, Thomas Frische und Micky Junge durchsetzen. Wir danken dem Regatta- und dem Thekenteam für die tolle Organisation und Durchführung der Veranstaltung.

Bericht von Vera Offermanns

Auf zur ersten Piraten Regatta der Saison 2022! Freitags ging es für uns Geschwister Duo los mit dem Auto zum Dümmer zum Segelclub Clarholz. Gemeldet waren 34 Piraten u. aus aus dem hohen Norden, NRW und dem Umkreis vom Dümmer. Nach einer dreistündigen Fahrt kamen wir an und bauten noch flott das Boot auf. Nächster Tag: Nach dem Frühstück ging es erst einmal los mit der Steuermannsbesprechung. Der Wind frischte auf 4 in Böen 6 auf. WOW! Mit viel Respekt aber heiß aufs Segeln stellten wir uns zum Slippen an und warteten erst einmal auf die oder den Mutigen der den ersten Schritt wagen wollte. Echt SPANNEND und Aufregend und großes Taxieren. Damit meinen wir das raus fahren aus der engen Hafeneinfahrt mit richtig viel Wind von Vorn! Nach einer Zeit wagten es dann die Ersten und nach und nach segelten fast alle Gemeldeten raus. Pünktlich um 13.00 Uhr erfolgte dann der Start. Was ein MIST>In der Mitte des ersten Laufes riss uns dann leider die Fockschot. Wir versuchten es dennoch den Lauf zu Ende zu segeln. Und das bei Böen 5-6. Dies schafften wir zum Glück irgendwie mit der dann zusammengeknoteten Fockschot. JEAH!

Danach fuhren wir aus 2 Gründen rein. Zum einen wegen der Fockschot und zum anderen waren unsere Kräfte bei dem Wind echt am Ende. Der Rest der Piraten segelte noch einen 2. Lauf. Am Ende des Tages hatten einige Piratencrews ihre Verklicker verloren und diverse auch gekentert oder hatten aufgehört!

What a Wind!

Zum Abendessen gab es für alle müden Piraten ein großes, leckeres Buffet vom Veranstalter. Es war fein nach der Winterpause endlich mal wieder in Ruhe mit allen Piratenfreunden zu quatschen und Zeit zu verbringen.

Der nächsten Regatta Tag erwartet uns mit nur noch 4-5 Beaufort. Um 11 Uhr wurde pünktlich gestartet.

Nach einem erneuten, kräftezehrenden 1. Lauf segelten wir NOCH EINEN anstrengenden 2. Lauf. Wir beide belegten letztendlich den 26. von 32 Plätzen. 1. wurden Frieder Billerbeck und Julius Raithel (SVWS). An dieser Stelle Glückwunsch an die Beiden!!! Zweiter wurden Svenja Thoroe (SYC) und Butze/Karsten Bredt (HYC)und den dritten Platz belegten Stefan und Cora Theuerkauf (NRV). Ein großes Dankeschön geht auch noch an den Segelclub Clarholz.

Euer Moritz und Paula Meid

GER4432 „macht“ Lust auf Meer 😁

Endlich war es wieder so weit. Ausnahmsweise ohne Doppelstock und ohne Anhängerkupplung ging es mit leichtem Übergewicht mit dem Flieger Richtung kroatische Adria. Gemeldet war ein Boot mit zehn Seglern. Vertreten wurde der ABC durch Gwen, Tim, Anja & Henny, der SCJ durch Reggie und der YCR durch Lotte. Vervollständigt wurde die Crew durch Milena, Felix, Miriam und Andi.

Unsere schnuckelige Yacht hörte auf den Namen Suzy und war eine kleine fünfzig Fuß Elan 50 Impression mit Lattengroß, Doppelruder, Außenkühlschrank, aber leider ohne Spinnaker. Durch weitere Luxusaccessoires konnten wir es mit zehn Leuten und zwei Schwimmringen (Jerome) gut auf kleinem Raum aushalten.

Die Wichtigste Regel der ausführlichen Sicherheitseinweisung: Nur das was durch den Magen geht, darf auch in die Toilette!

 

Ein kurzer Einkauf von zwei Stunden, eine erste Nacht an Bord im Hafen und los ging es an die Startlinie. Diese befand sich vor der Marina Kornati in Biograd.

Das optimale Segeloutfit an diesem Tag: Bikini oder wahlweise Badehose.

Ein brillantes, rückwärts gefahrenes Ablegemanöver schaffte beste Vorraussetzungen für die ersten Boje-über-Bord Übungen. Countdown: 5,4,3,2,1 Start! Die Segel werden gesetzt, Kurs Richtung Süd. Entspannt machten wir uns mit der Yacht vertraut. Mittags demonstrierte Andi seine Couscous-Kochtalente, die uns hervorragend für das Bojen-Manöver stärkten. Unter Segel fuhren wir 22 Seemeilen bis Tratinska auf Zirje. Nach einem Ankerlimoncello wurden die Schwimmtiere aufgepustet und die Badeplattform auf Standhaftigkeit getestet. Und dann haben wir wieder gegessen, diesmal Nudeln mit Tomatensoße und für den Bizeps gab es sogar Salat. Wir ließen den Abend mit einmaligen YMCA, Macarena und Cotton Eye Joe Tanzskillz ausklingen. Tipp: Am Flughafen sollte Gwennelynn nicht Macarena singen.

Unser allerliebster Freund, der stramme Max kam an diesem Abend auch kurz an Bord.

 

Segel-Tag 2: Frühsport. Wir waren erstmal schwimmen und dann wurde unter Segeln gefrühstückt. Natürlich proteinreich mit viel Rührei mit Marsalla. Da der Wind nicht ausreichte für die geplante Überfahrt nach Vis, fuhren wir Nachmittags eine Halse zurück zum Festland, nach Borovica, insgesamt 33 Seemeilen. Zwischenzeitlich wurde der Bootsmannstuhl fürs perfekte Foto an die Dirk angeschlagen.

Die Bucht von Borovica war relativ eng, also waren Landleinen notwendig. Tim und Reggie brachten mit dem Dingi die Leinen in Position und Henny fuhr mit der Yacht das Ankermanöver. Dieses Manöver managten wir, trotz Problemen mit der Ankerwinsch mit bravur, sodass schnell aus den Resten des Vorabends für die Crew gekocht werden konnte.

In einer halsbrecherischen Kletteraktion die Felswand hoch und wieder runter (im Dunkeln) wurden unsere Käsevorräte im dahinterliegenden Supermarkt aufgefüllt. So waren der Stramme Max und Toast Hawaii nach dem nächtlichen Nachtschwimmen gesichert Und Anja wurde bewiesen: Das Wasser glitzert doch!

Tipp: Eine Felswand sollte nicht als Rutsche genutzt werdern! Leggins könnten Schaden nehmen!

 

Segel-Tag 3: Frühsport im erfrischendem Wasser. Bei der zweiten Runde ums Boot lief leider der eine Fäkalientank über…

Schade, dass dessen Anzeige trotzdem noch leer zeigte.

Fluchtartig verließen wir das Wasser, setzten sportlich die Segel und auf den Schock gab es erstmal 3 Stunden Pancakes zum Frühstück?!???

Da leider nicht der Wind aber dafür die Sonne mitspielte entschieden wir uns spontan zu einem Badestopp in der blauen Lagune auf Drvenik Veli. Zur allgemeinen Erheiterung trug die „Ungeplante Düsseldorfer Jazzband“ auf dem nebenliegenden Kat bei.

Auch der Wind erheiterte sich, sodass wir unter Segel Richtung Milna fuhren, insgesamt 23 Seemeilen.

Dabei lösten wir knifflige Rätsel bei denen Tim besonders viel Nervenstärke zeigte.

Tipp des Tages: Wenn Dich Henny nach dem roten Punkt fragt, Renn weg! Oder frag Tim!

Nach einem unnachahmbaren Anlegemännover in die kleinste verfügbare Lücke (50 Meter) der ACI Marina Milna, bekamen wir direkt einen Anlegeschnaps aufs Haus.

Nun stand wieder unser liebstes Hobby an: Einkaufen! In nur drei Läden schafften wir den Großteil unserer Einkäufe und der Rest der Crew schrubbte das Boot. Seemännisch nutzten wir natürlich das Dinghi zur Anlieferung der Einkäufe quer über das Hafenbecken

Um auch den kulturellen Aspekt unseres Törn abzuschließen, testeten wir die kroatische Küche mit Cevapcici und einem KLEINEN Vorspeisenteller. Anschließend buchte Henny einen sehr schmackhaften Tauchkurs in der Cocktailbar und Gwennelynn probierte einen Landestypischen Cocktail der doch stark an Scheibenklar erinnerte.

So konnten wir jedoch mit bestem Durchblick zum Boot gelangen.

Bonustipp: Trinke keinen Scheibenklar in der Cocktailbar

 

  1. Segeltag

Nachdem bei Opa in der Backskiste keine Katzenbabys gefunden wurden und Anja für nur 25€ acht Laibe Brot und zehn Schokocroissants gekauft hatte, manövrierte Milena das Boot durch den immer noch extrem engen Hafen.

Bei strahlendem Sonnenschein konnten wir leider nur Motorboot fahren und die 21°C Wassertemperatur wurden genutzt, um Hennys Hinter-dem-Boot-Herziehbrett auszuführen. Hierbei wurden neue Geschwindigkeitsrekorde aufgestellt.

Abends landeten wir in der Marina Frapa in Rogoznica, wo nur sehr sehr kleine Yachten lagen. Tageslog: 22 Seemeilen. Das hier übliche Klippenspringen konnte leider aufgrund des gekippten Drachenaugensees nicht stattfinden.

Also musste Henny seine Guacamolekünste unter Beweis stellen und Lotte kümmerte sich, um die restlichen Dipps.

Weisheit des Tages: Konfuzius sagt: „Es gibt nicht zu viel Knoblauch“!

 

  1. Segeltag

Endlich Wind und kuschelige Segelhose.

Gegen die unangenehme Südwelle gab es für einen Teil der Crew eine Reisegold und los gings!

An diesem Tag segelten wir über 46 Meilen. Es war geil!

Schönster Moment: Mit einer 50 Fuß Yacht bei 10,5 kn auf der Glitsche!!!

Nachmittags kamen wir im Naturpark Telascica an und fingen in einem sauberen Mannöver die Boje. Dabei verließ der Bootshaken das Boot nicht.

Team Bergziege erklomm einen weiteren Berg und nach der sportlichen Anstrengung wurde natürlich im 22°C warmen Meer gebadet.

Abends wurde der Countdown zu Tims Geburtstag angestimmt.

Mit Luftballons und heimlich gezaubertem Geburtskuchen wurde ihm feierlich die DEINJUNGE (unbezahlte Werbung) Bierkühltasche überreicht.

Auch heute durfte der nächtliche Tauchgang nicht fehlen.

Tipp des Tages: Wenn jemand Bier kaltstellen möchte: Fragt Tim! Wenn ihr eine eigene Tasche haben möchtet: Fragt Micky!

 

Letzter Tag

Heute kann es regnen, stürmen oder schneien… okay, der Schnee war nicht mit dabei.

Frühsport: Geburtstags-Marsch zum Salzsee Mir und den Klippen von Dugi Otok.

Anschließend motorten wir hungrig durch die Inselformationen bis es ein ausgiebiges Geburtstags-Frühstück gab.

Die Hälfe der Crew viel ins Fresskoma und schlief während die wahren Männer mit Bärten (Henny, Andi, Gwennelynn und Geburtstagstim, der einzige mit Bart) das Schiff durch Sturm und Regen nach Biograd kämpften, insgesamt 20 Seemeilen.

Nach dem Anlegen besichtigten wir zu Tims Ehren die Biograd Boatshow im Hafen. Tims Geburtstag ließen wir mit Geburtatagspizza im Restaurant und anschließendem Geburtstagseis ausklingen.

Tipp des Tages: Habe niemals während eines Segeltörns Geburtstag! Es könnte peinlich werden!

 

Der Letzte Zieleinlauf fand am nächsten Morgen um 9 Uhr statt. Das Boot wurde übergeben und zur Siegerehrung gab es ein Restaurant Frühstück.

 

Weisheit des Urlaubs: Konfuzius wusste noch nicht: „Es gibt nicht zu viel Ajvar“

 

Abschließend war es ein sehr schöner Törn, den wir auf jeden Fall wiederholen werden. Über die Woche legten wir mit unserer Suzy 166 Seemeilen zurück. Reisegruppe Ajvar befindet sich nun gut gesättigt auf dem Heimweg.

 

Ein dreifaches Aj-var auf unseren Skipper Henny!

 

Gezeichnet Reisegruppe Ajvar

Anja, Tim, Henny, Gwendolyn, Lotte, Andi, Regine, Milena, Miri und Felix

Dieses Jahr musste der BSC erfreulicherweise eine Meldegrenze bei 55 Booten für die letzten Helden ziehen, da alle heiß auf Segeln waren. Heiß war aber nur die Idee, tatsächlich war es doch recht frisch.

Nach unserer kurzen Anreise bauten wir am Freitag unsere Boote im Dunklen auf, denn der Start war tiedenbedingt für Samstag um 09:30 Uhr angesetzt.

Samstag klingelte der Wecker um 06:30 und um pünktlich an die Startlinie zu kommen, mussten wir quer über die Elbe geschleppt werden. Der Wind reichte nicht um gegen den Strom anzukommen. Gesegelt wurde an diesem Tag eine Wettfahrt bei fast schon Rursee-artigem Wind und ohne Sicht. Es war sehr nebelig und usselig kalt. Ein Drittel der Starter haben bei fehlendem Wind die Zielkreuz gegen den Strom nicht mehr im Zeitlimits geschafft. Danach wurden wir wieder in den Hafen geschleppt, bauten die Boote ab und gingen zur Bootstaufe des neuen BSC-Clubpiraten. Der Pirat wurde in Gedenken an Hannes Diefenbach, der vielen als Schiedsrichter ein Mentor war und die Piratenklasse immer unterstützt hat, auf den Namen „Hannes“ getauft.

 

Abends war dick Party im Bootshaus.

 

Sonntags ging’s etwas später aufs Wasser, der Start war für 10:00 Uhr angesetzt. Windfinder versprach Wind und Sonne, Wind kam ein bisschen, Sonne überhaupt nicht.

Daher wurden wir auch am Sonntag zur Bahn geschleppt, mussten aber noch ein riesiges Containerschiff abwarten. Fun fact: Das Containerschiff zieht das ganze Wasser aus dem Hafen. Da wir schon im Schlepp lagen, wären fast drei ABC Boote unter Vollgas mit Strömung gekentert und zerstört worden.

 

Beim ersten Start war es schwierig überhaupt bis an die Linie zu kommen und zur ersten Tonne gab es auf Steuerbord-Bug ein Straßenbahnrennen. Der Wind wurde etwas besser und die nächste Kreuz segelbarer und dieses Mal schafften es mehr Boote ins Ziel.

Im insgesamt dritten Lauf führte Thomas zwischenzeitlich. Leider konnte er seine Führung nicht bis zum Ende halten, aber einen zweiten Platz rausholen.

Auf dem Wasser gab es zwischendurch vom Motorboot heißen Kakao und Glühwein, der die Finger wieder aufwärmte.

Wieder im Hafen haben wir die Yachten eingetuppert und angehängt.

Es war eine schöne Regatta mit vielen Seglern, etwas kalt, etwas voll… beim Slippen und ein guter Saisonabschluss.

 

3 Fynn (SVB) / Henny

6 Tobi / Nick

13 Thomas / Jule

16 Paula / Lisa (SHM)

31 Mats / Jakob

 

Weitere Ergebnisse gibts hier: https://www.manage2sail.com/de-de/Home/DownloadDocument/f1150a04-c754-4093-9af6-a04e84248936

 

Bericht produziert auf der A1, Höhe Bremen von Paula, Tobi, Henny und Nick

Als Westdeutscher Meister 2021 in der H-Boot Klasse wurden Stephan Dauber, Manu Angelescu und ich, Axel Pospischil, vom SVNRW zur Meisterschaft der Landesmeister 2021 zum ETUF am Baldeneysee eingeladen.

Nach einer Anreise durch strömenden Regen erreichten wir um 8:45 den ETUF. Umziehen, anmelden, Steuermannsbesprechung… alles ging zack zack.

Das Wetter war bewölkt, aber trocken mit einer Windstärke von ca. 2Bft. Um das angekündigte Wetterfenster maximal auszunutzen, ging es direkt los. Wir waren vor 10 Uhr auf der Bahn.

Wegen Corana war die Veranstaltung kleiner als vor zwei Jahren. Von der Meisterin im Opti über Segler aus den Klassen 420’er, J70, Folkeboot, Yngling, etc. waren alle dabei. Es wurden neun Mannschaften á zwei Personen zusammengestellt. Stephan und ich wurden zu Team „Bravo“, Manu mit Frank Suchanek vom SKBUe zu Team „Golf“ zusammengestellt.

Gesegelt wurde auf drei Booten vom Typ J22.  Es gab 12 kurze Regatten, wovon jede ca. 10 -15 min dauerte. Es segelte jeder gegen jeden mit Boots- und Mannschaftswechsel nach jeder Wettfahrt.

Die Regattaorganisation funktionierten mit zwei Shuttlebooten hervorragend. Bis ca. 14:15 Uhr konnten wirklich alle 12 Rennen durchgeführt werden. Ein Dank an alle Organisatoren, Regattaleitung und Helfer.

 

Stephan und ich waren direkt im ersten Rennen mit von der Partie. Wir konnten das Rennen mit mehreren Führungswechseln, trotz der kurzen Distanz, am Schluss für uns entscheiden.

Im Rennen Nr.5 konnten wir nach einem perfekten Start sofort die Führung übernehmen und einen relativ großen Vorsprung an der ersten Bahnmarke verbuchen. Leider verließ uns der Wind auf dem Vorwindkurs und der aufkommende achterliche Wind schob die Konkurrenz wieder direkt auf unser Heck. Im Manöver am Leegate schob sich Team „Hotel“, das aus J70-Seglern bestand, an uns vorbei und ließen sich den Sieg auch nicht mehr nehmen. Wir wurden Zweite.

Das Rennen Nr. 8 konnten wir wieder für uns entscheiden, Team „Hotel“ mit Manu an Bord konnte Team „Foxtrott“ noch auf der Ziellinie abfangen und wurde Zweiter.

Im Rennen Nr. 11 musste die Entscheidung über den Gesamtsieg zwischen uns, Team „Bravo“ und Team „Delta“ im direkten Vergleich fallen. Bei nachlassendem Wind wurde die Bahn auf ein einen Up-and-Down- Kurs verkürzt. Wir sind gut gestartet, hatten die richtige Seite gewählt und konnten dem Schiff noch genug Fahrt abtrotzen und dieses Rennen zu unseren Gunsten entscheiden.

Die Würfel waren gefallen. Wir waren Meister der Landesmeister NRW. Nach dem 12’ten Rennen schlief der Wind endgültig ein und ausgiebiger Regen setzte ein. Die Regattaorganisation hatte alles richtig gemacht. Chapeau!

  1. Team Bravo 5 Pkt    Stephan Dauber, Axel Pospischil            ABC
  2. Team Delta 5 Pkt    Torsten Schutt, Ulrich Haase                             SLS, RaB
  3. Team Golf 6 Pkt    Frank Suchanek, Manu Angelecu                   SKBUe, ABC

Knappes Ergebnis, alle ABC-Segler auf dem Treppchen … ein voller Erfolg.

 

Den Nachmittag haben wir dann mit diversen Getränken und Klönschnack mit anderen Seglern überbrückt. Nach der großen Siegerehrung wurden wir zum Abschluss mit einem umfangreichen Buffet verköstigt und haben uns gegen 22:30 Uhr etwas müde, aber sehr zufrieden auf den Heimweg gemacht.

 

Mast und Schotbruch, Axel Pospischil

Dieses Jahr fand das Dümmerfinale parallel zur IDJM statt. Für die Jugendlichen ging es schon am Donnerstag los und wir Oldies durften am Wochenende aufs Wasser gehen.

 

Vor zwei Wochen konnten wir freundlicherweise unsere Boote nach der Bockwurst Challenge in der Bootshalle des SHM stehen lassen. Leider kam unser Schlüssel etwas später an als wir, so dass unser Candle-Light-Dinner aus Klappstühlen, Campingkocher und Nudeln mit Pesto auf dem Parkplatz Bestand. Als wir dann spät abends am SVH am Dümmer ankamen wurde uns berichtet, dass die Aachener Partypeople die wildesten seien.

 

Am Samstag liefen die Segler des Dümmerfinales aus, als die Teilnehmer der Jugendmeisterschaft ihre beiden Läufe für diesen Tag beendet hatten. Der Dümmer präsentierte sich mit 3 Windstärken und Bewölkung, was die Regattaleitung auszunutzen wusste und vier Wettfahrten segeln ließ.  Bei den ersten beiden Wettfahrten kamen wir am Start gut weg und konnten vorne mitsegeln. Im dritten Rennen verloren wir auf der Zielkreuz leider noch einen Platz und wurden siebte in diesem Lauf. Im letzten Rennen des Tages wurden wir am Start eingeparkt aber konnten uns noch ins Mittelfeld zurück segeln.

 

Die vier Wettfahrten am Samstag wurden insgesamt bei sehr fairen und konstanten Bedingungen gesegelt. Am Ende des Tages waren trotzdem alle Segler platt und ausgehungert, doch konnten sie sich auf ein tolles Buffet freuen. Am Abend feiert die Jugendlichen ihre Meisterschaft bevor es, für den einen früher als für den anderen, ins Bett ging, um sich für den letzten Wettfahrttag bereit zu machen.

 

Für den Sonntag war im Vorfeld viel Wind angekündigt worden. Und so kam es dann auch. Zwar kamen die 5-9 Bft nicht, jedenfalls sah es von Land aus nicht danach aus, doch es blies ganz ordentlich. Also ein perfekter Tag zum Fliegen auf dem Wasser mit ausreichend Wind und viel Sonne, doch der Wettfahrtleiter schickte uns an diesem Tag nicht aufs Wasser. Die Jugendlichen hatten diesen Bedingungen bereits am Donnerstag kennen lernen dürfen und der Wettfahrtleiter entschloss sich an Land zu bleiben, um Material und die Crews zu schonen. Außerdem teilte er uns bei der Siegerehrung mit, dass er zusätzlich keinen Bock hatte. Somit blieb es also leider bei den am Samstag gesegelten Läufen. Und wieder einmal dürfen wir unsere Boote in Münster stehen lassen, bevor es in zwei Wochen ein letztes Mal auf den Aasee geht.

 

Moritz und Oscar, die leider nicht an der Jugendmeisterschaft teilnehmen konnten, gewannen die Jugend-wertung und segelten nach vier Wettfahrten auf den 20 Platz. Henrik belegte mit Lasse den 14. Platz.
Lotte und Gwendolyn konnten am Samstag krankheitsbedingt nicht an den Start gehen.
Nick und ich landeten insgesamt auf dem vierten Platz.

 

Bericht von Tobias Call