Aktuelles

Haltern Classics

3, 2, 1 – Start! Segelsaison 2026 in Haltern eröffnet.
ABC erfolgreich in Gesamt- und Landesjugendmeisterschafts-Wertung

18. April 2026 – Der Mast steht. Das Boot poliert und (noch) sauber. Die Fock schon angeschlagen. Willkommen zu den Haltern Classics 2026 – Endlich wieder Segeln! Zur diesjährigen Haltern Classics trafen sich 28 motivierte Mannschaften (davon 9 Crews vom ABC) aus ganz Deutschland. Für die meisten war es wie so häufig der Saisonauftakt und das erste Mal nach dem Winter wieder im Pirat. So auch bei uns. Nach einer kurzen Begrüßung durch den SCH gingen wir (fast schon traditionell) zur Bootstaufe über. In diesem Jahr bekam der neue KV-Pirat seinen Namen „clueless“ von Mirja und Jannis aus Münster verliehen! Herzlichen Glückwunsch zum pinken Flitzer!

Danach ging es aufs Wasser. Durch stark drehende Winde hatte die Regattaleitung alle Hände voll zu tun, einen guten Dreiecks-Kurs auszulegen. Am Ende lag er. Gute Arbeit! Währenddessen konnten wir unseren neuen Spi direkt ausprobieren! Scheint schnell zu sein. Der erste Start des Jahres lief wie geschnitten Brot: wir ganz vorne an der Linie – Einzelrückruf! Waren wir das? Keine Ahnung, passt schon. Weiter fahren! Erster an der Luvtonne – Läuft. Danach merkte man die
Winterpause – zwei drei kurze Unaufmerksamkeiten und einen Dreher falsch genommen sind wir mit einem soliden 6. Platz ins Ziel gefahren. Danach lief es mit einem 5. Platz konstant weiter. Zum Abschluss des ersten Segeltages haben wir noch einen zweiten Platz mitgenommen, der uns auf den insgesamt dritten Platz der Tageswertung gehoben hat. Abends wurde in gewohnter Weise lecker gegrillt und sich im gemütlich-warmen Zelt gemeinsam auf die diesjährige Saison gefreut.

Der zweite Tag begann bei uns mit einem schnellen Verklicker-Wechsel (der Windex hatte sich am Vorabend nicht mit dem quer gespannten Stahlseil im Hafen
vertragen…). Danach sind wir langsam und gemütlich rausgeschipptert und haben die morgendliche Sonne genossen. Beim ersten Start waren wir wieder vorne mit dabei. Dieses Mal als zweiter an der Luvtonne hinter Charlotte und Amelie aus Münster. Die bekommen wir noch! Bis zur Leetonne konnten wir dann die
Führung übernehmen und diese auf der nächsten Kreuz gut ausbauen. Auf dem zweiten Spigang passierte das, was du als erster im Feld gar nicht gebrauchen kannst: Flaute! Irgendwann wehte wieder der Wind von hinten und mit ihm holten uns fast alle Boote wieder ein. Einmal vom halben Feld überrollt, waren die Uhren wieder auf null gestellt. Auf der Bahn herrschte Chaos pur. Drehende Winde, Privat-Böen und ganz viel Glück und Unglück lagen teilweise nur eine Bootslänge voneinander entfernt. Es war so knapp, dass an der letzten Leetonne vor der relativ kurzen Zielkreuz noch alles offen war. Leider hatten wir uns für die linke Seite entschieden – der Wind aber für einen Rechtsdreher, womit wir auf den letzten Metern wieder einige Boote verloren haben. Am Ende sind wir mit der
ersten Wettfahrt, die so stark begann, unseren Streicher gefahren. Da unsere Konkurrenz uns durch den Streicher fest im Nacken hing, war damit auch erstmal der dritte Platz weg. Mist! Zum Glück ging’s direkt weiter. Die letzte und 5. Wettfahrt stand an. Nochmal alles geben! Das Problem: das Wetter. Pünktlich zum Startschuss wurden wir mit aufbrausenden Böen und Starkregen bis zur Luvtonne begleitet. Nach 15 Minuten war wieder alles vorbei. Ebenso der Wind – Flaute. Alle Boote und Crews trieben pitsche nass über den See und die Sonne schien, als wäre nichts gewesen. In der zweiten Runde folgte dann der Abbruch der
Wettfahrt und alle dachten das wars. Die ersten paddelten motiviert in Richtung Hafen, doch dann wehte der Wind noch einmal auf und es ging (für uns zum Glück nochmal) weiter. Wir erhielten einen letzter Versuch uns wieder aufs Treppchen zu segeln. Dieses Mal Up&down. Zum Abschluss konnten wir nochmal unter Spi mit Knallgas runter zur Leetonne fliegen und dann als fünfter ins Ziel einfahren. Reichte das für Platz drei? Keine Ahnung. Wo war die Konkurrenz? Hinter uns, aber ob das reicht?

Jetzt aber erstmal Boot slippen, abbauen, einpacken. Eine noch geführte Protestverhandlung hat die Spannung um das finale Ergebnis nochmal hinausgezögert.
Am Ende durften wir uns aber über einen doch hart erkämpften dritten Platz zum Saisonauftakt und die Ehre, diesen Bericht schreiben zu dürfen, freuen!

Vielen Dank an den SCH und ein dreifaches Hackebeil an Fypsi und Henny zum Sieg, Franz und Yoram zum zweiten Platz und an die Landesjungendmeister
Jannis und Mirja auf ihrem neuen KV-Pirat! Dicht gefolgt von Jonas und Timm und Lea und Isabell.

6. Platz – Nick und Emma
14. Platz – Simon und Mark
15. Platz Paula und Jan
19. Platz Lea und Isabel
20. Platz Nina und Julia
22. Platz Jonah und Til
23. Platz Mira und Til

Sebastian und Melina
GER 4516

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